Gefährlicher Aufhebungsvertrag - Vom Fachanwalt für Arbeitsrecht im Bereich Euskirchen, Kall, Schleiden und Gemünd | Rechtsanwalt Gerrit Naber | Arbeitsrecht, Gesellschaftsrecht, Handelsrecht

Aufhebungsvertrag

Aufhebungsverträge sind im Arbeitsrecht gefährlich, jedenfalls dann, wenn der Arbeitnehmer im Anschluss an das Arbeitsverhältnis Arbeitslosengeld beziehen möchte. Grundsätzlich führt der Abschluss eines Aufhebungsvertrages zu einer Sperrzeit von zwölf Wochen bei dem Bezug von Arbeitslosengeld.

Außerdem gibt es von einem Aufhebungsvertrag regelmäßig keinen Weg zurück. Nur sehr wenige Tarifverträge räumen dem Arbeitnehmer ein Rücktrittsrecht vom Aufhebungsvertrag ein und die Voraussetzungen für eine Anfechtung des Aufhebungsvertrages sind selten beweisbar.

Besonders dann, wenn der Arbeitgeber eine Kündigung androht und den Aufhebungsvertrag als „kleineres Übel“ anbietet, ist der Arbeitnehmer mit der Kündigung meistens besser bedient, als mit dem Aufhebungsvertrag. Gegen eine Kündigung besteht ein umfangreicher rechtlicher Schutz, gegen einen Aufhebungsvertrag nur ein sehr geringer.

Es gibt Fälle, in denen ein Aufhebungsvertrag gefahrlos abgeschlossen werden kann und manchmal ist er auch ein lukratives Geschäft. Ob ein solcher Fall vorliegt, sollte allerdings vom Anwalt gründlich geprüft werden, denn die Risiken sind enorm und manchmal existenzgefährdend.

Gerrit Naber · Rechtsanwalt – Fachanwalt für Arbeitsrecht
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