Verhaltensbedingte Kündigung, Informationen vom Fachanwalt aus Euskirchen | Rechtsanwalt Gerrit Naber | Arbeitsrecht, Gesellschaftsrecht, Handelsrecht

Die verhaltensbedingte Kündigung

Das Kündigungsschutzgesetz läßt eine Kündigung zu, wenn sie durch Gründe im Verhalten des Arbeitnehmers bedingt ist. Auslöser der verhaltenbedingten Kündigung ist also das Fehlverhalten des Arbeitnehmers.

Eine Vielfalt von Verstößen gegen die arbeitsvertraglichen Pflichten kommt hier in Betracht z.B.:

  • Unpünktlichkeit
  • Verspätete Krankmeldungen
  • Arbeitsverweigerung
  • Schlechtleistung
  • Beleidigung von Kollegen oder Vorgesetzten
  • Straftaten
  • u.s.w.

Ein einmaliger Pflichtverstoß reicht für eine verhaltenbedingte Kündigung aber nur dann aus, wenn er so schwerwiegend ist, dass kein vernünftiger Arbeitnehmer damit rechnen darf, nach einem solchen Verstoß noch weiter beschäftigt zu werden. In diesen Fällen liegt regelmäßig auch schon ein Grund für eine außerordentliche, fristlose Kündigung vor.

Bei „kleineren“ Pflichtverstößen wie Unpünktlichkeit oder verspäteten Krankmeldungen reicht ein einmaliges Fehlverhalten nicht gleich für eine verhaltensbedingte Kündigung aus. In solchen Fällen muss der Arbeitgeber zunächst eine Abmahnung aussprechen und darf erst im Wiederholungsfall kündigen.

Hierzu finden Sie näheres unter dem Menüpunkt Abmahnung.

In der arbeitsrechtlichen Praxis des Rechtsanwalts sind die Fälle der verhaltenbedingten Kündigung oft die spektakulärsten, weil sie besonders emotional aufgeladen sind und gelegentlich auch öffentliches Aufsehen erregen.

Juristisch sind sie dagegen meist weniger anspruchsvoll, weil ihr Schwerpunkt nicht in komplizierten Rechtsfragen liegt, sondern in der Beweisbarkeit der behaupteten Pflichtverstöße.

Gerrit Naber · Rechtsanwalt – Fachanwalt für Arbeitsrecht
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