Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH und UG) | Rechtsanwalt Gerrit Naber | Arbeitsrecht, Gesellschaftsrecht, Handelsrecht

Die GmbH

GmbH - UG

Die Gesellschaft mit beschränkter Haftung ist die verbreitetste Gesellschaftsform für Unternehmen in Deutschland. Man findet sie an jeder Straßenecke, in allen Größen und in fast allen Branchen. Die meisten GmbHs sind dabei kleine Unternehmen mit weniger als zehn Mitarbeitern.

Verbreiteter als die GmbH ist nur noch der klassische Einzelunternehmer, der sein Unternehmen persönlich führt und auch persönlich haftet.

Wie der Name schon sagt, bietet die GmbH den Vorteil, dass der oder die Gesellschafter nicht mit ihrem privaten Vermögen haften. Diese Haftungsbeschränkung gewährt der Gesetzgeber aber nicht ohne Gegenleistung. Die GmbH ist rechtlich viel dichter reglementiert als das Einzelunternehmen und gerade bei Streitigkeiten unter den Gesellschaftern oder zwischen den Gesellschaftern und den Geschäftsführern müssen die gesetzlichen Formalitäten und die Bestimmung der jeweiligen Satzung sehr genau beachtet werden.

Bei aller Formalisierung lässt das Gesetz den Gesellschaftern aber auch noch Raum, die Regeln Ihrer Zusammenarbeit im Gesellschaftsvertrag nach Ihren Bedürfnissen zu gestalten. Nun finden sich die speziellen Bedürfnisse einer individuellen Gesellschaft in keinem Formularbuch und darum empfiehlt es sich, auf die Gestaltung des Gesellschaftsvertrages etwas Mühe zu verwenden. Diese anfängliche Mühe kann im späteren Konfliktfall erheblichen Ärger und auch erhebliche Kosten ersparen.

Bei all dem berate und vertrete ich Sie gern.

Die Unternehmergesellschaft

Die UG ist eigentlich eine GmbH – nur ganz klein. Die UG bietet einem Unternehmer die Möglichkeit, ganz allein und mit nur einem Euro Stammkapital eine Gesellschaft zu gründen und damit seine private Haftung auszuschließen. Die UG kann zwar auch von mehreren Personen und mit einem höheren Stammkapital gegründet werden, aber in diesen Fällen wird dann in der Praxis eher eine „richtige“ GmbH gegründet.

Böse formuliert ist die UG eine Gesellschaft für Unternehmer ohne Geld und ohne Freunde. Gleichwohl hat sie bei Unternehmensgründern seit ihrer Einführung im Jahr 2008 einigen Anklang gefunden. Trotz der vorstehenden ewas spöttischen Anmerkungen hat die UG auch tatsächlich ihre Berechtigung, denn natürlich gibt es viele Unternehmer mit guten Ideen aber wenig Startkapital, die sich ohne eine Haftungsbeschränkung aus ganz vernünftigen Gründen nicht selbständig machen könnten.

Wenn das Unternehmen dann am Markt Erfolg hat, wird es nach einiger Zeit praktisch automatisch eine GmbH, weil das Gesetz vorsieht, dass die UG aus ihren Überschüssen so lange Rücklagen bilden muss, bis sie das für GmbHs vorgesehene Stammkapital von 25.000 € angespart hat.

Wie die GmbH, muss auch die UG in ihrem Firmennamen die Haftungsgbeschränkung deutlich machen und darum nennen sich UGs nicht einfach UG, sondern etwas sperrig „UG (haftungsbeschränkt)“.

Gerrit Naber · Rechtsanwalt – Fachanwalt für Arbeitsrecht
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