GmbH-Geschäftsführer und AG-Vorstände | Rechtsanwalt Gerrit Naber | Arbeitsrecht, Gesellschaftsrecht, Handelsrecht

Geschäftsführer und Vorstände

Im Schnittpunkt der Rechtsgebiete Arbeitsrecht und Gesellschaftsrecht spielen die rechtlichen Fragen, die in Dienstverhältnissen von GmbH-Geschäftsführern und AG-Vorstandsmitgliedern auftauchen, obwohl diese mit dem „klassischen“ Arbeitsrecht nicht viel gemein haben.

Im Bereich des Gesellschaftsrechts geht es vor allem um die oft schwierige Stellung des Geschäftsführers zwischen den Interessen der einzelnen Gesellschafter, der Gesellschaft als Unternehmen und seinen zwingenden rechtlichen Verpflichtungen. Dabei stehe ich beratend und ggf. auch in außergerichtlichen und gerichtlichen Streitigkeiten zur Verfügung.

Im arbeitsrechtlichen Bereich gelten für GmbH-Geschäftsführer und AG-Vorstände die meisten arbeitsrechtlichen Schutzvorschriften nicht, weil diese keine Arbeitnehmer sind. Nur in wenigen Fällen wird der Arbeitnehmerschutz auf die Gesellschaftsorgane ausgedehnt. Ein Beispiel sind die Kündigungsfristen für Arbeitnehmer, die von der Rechtsprechung auf angestellte Geschäftsführer ausgeweitet wurden.

Generell gilt aber, dass Geschäftsführer und Vorstände in ganz besonderem Maße „ihres Glückes Schmied“ sind, nämlich bei der Gestaltung ihrer Dienstverträge. Üblicherweise haben Geschäftsführer und Vorstände einen viel größeren Einfluss auf den Inhalt ihres Anstellungsvertrages als Arbeitnehmer auf den Inhalt ihres Arbeitsvertrages.

Im Anstellungsvertrag von Geschäftsführern und Vorständen muss vieles geregelt werden, was für Arbeitnehmer schon vom Gesetzgeber geregelt wurde. Beispielsweise die Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall und der Urlaubsanspruch sind bei Gesellschaftsorganen keine gesetzlich vorgegebene Selbstverständlichkeit. Auch Kündigungsschutz genießen Geschäftsführer und Vorstände nicht von Gesetzes wegen, können dies aber vertraglich regeln.

Trotz der spärlichen gesetzlichen Schutzvorschriften lässt sich auch für Geschäftsführer und Vorstände nach einer unerwünschten Kündigung oft noch ein lukratives Ergebnis erreichen. Dennoch lohnt sich für die Gesellschaftsorgane vor dem Abschluss eines Vertrages der Gang zum Anwalt noch mehr, als bei einem Streit um dessen Beendigung.

Gerrit Naber · Rechtsanwalt – Fachanwalt für Arbeitsrecht
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