FAQ

Online-Mandat

Die Corona-Pandemie hat viel verändert. Das gilt auch für die Digitalisierung der Mandatsbearbeitung durch Anwälte.

Wir haben festgestellt, das auch umfangreiche problemlos Online und Digital abgewickelt werden können. Meistens ist das sogar für alle Beteiligten viel bequemer und effizienter.

Wir können Besprechungen als Video-Konferenz führen, wir können telefonieren und wir können den allgemeinen Schriftverkehr per E-Mail abwickeln. Etwas mehr dazu finden Sie hier.

Zugegeben: Der persönliche Eindruck wird dadurch etwas "zweidimensional" und das ist schade. Das Ergebnis unserer juristischen Leistung ist aber dasselbe.

Kosten

Im Arbeitsrecht können wir in über 90% aller Fälle erreichen, dass unsere Kosten durch Dritte übernommen werden.

Weit mehr als die Hälfte aller Arbeitnehmer sind rechtsschutzversichert, sodass die Kosten unserer Arbeit von der Versicherung übernommen werden.

Diejenigen, die keine Rechtsschutzversicherung haben, haben häufig einen Anspruch auf Prozesskostenhilfe, also eine staatliche Unterstützung für die Prozessführung. In diesem Fall übernimmt der Staat unsere Kosten. Wir helfen Ihnen dabei, diese Leistungen zu erhalten. Das gilt insbesondere für Arbeitnehmer mit geringem Einkommen, die sich ansonsten keinen Anwalt leisten könnten.

Arbeitnehmer mit hohem Einkommen und ohne Rechtsschutzversicherung erhalten in der Regel eine so hohe Abfindung, dass sich daraus unsere Kosten problemlos finanzieren lassen und immer noch ein stattlicher Gewinn übrig bleibt.

Noch mehr zu den Kosten finden Sie in unserem Blogbeitrag hier.

Philosophie

Im Internet finden sich häufig Informationen zur „Philosophie“ eines Unternehmens, Dienstleistungsanbieters und manchmal sogar eine „Produktphilosophie“. Eine solche Philosophie gibt es auf diesen Seiten nicht.

Ich werbe hier für meine berufliche Tätigkeit als Rechtsanwalt und Spezialist für Arbeitsrecht und Handels- & Gesellschaftsrecht. In diesem Beruf bin ich ausgebildet, fortgebildet und durch lange Erfahrung qualifiziert.

Von Philosophie habe ich hingegen ebenso viel Ahnung, wie die meisten anderen auch. Falls mich irgendwann der Drang befällt, meine philosophischen Betrachtungen der Allgemeinheit zu präsentieren, dann gehört das sicher nicht auf diese Webseite.

Prozesschancen

Machen wir uns nichts vor: In mindestens 80% aller Rechtsstreitigkeiten weiß niemand genau, wie der Prozess ausgeht und in mindestens 40% aller Rechtsstreitigkeiten wäre auch jede Prognose unseriös.

Das hat zwei Gründe:

  1. Recht ist Auslegungssache

  2. Der/die Richter/in war nicht dabei

Recht ist Auslegungssache

Viele Rechtsvorschriften enthalten wertende Begriffe wie etwa „wichtiger Grund“, „dringende Belange“, „unbillig“, „unzumutbar“.

Diese Begriffe haben keine klar definierte Bedeutung und trotzdem müssen Rechtsanwälte und Richter mit diesen Gesetzen arbeiten.

Dem Richter geben solche Formulierungen im Gesetz Freiheit, selbst das Recht zu gestalten, denn er entscheidet, was wichtig, dringend u.s.w ist.

Für Rechtsanwälte bringen solche Vorschriften eine gewisse Unberechenbarkeit in ihre Arbeit – oft zum Leidwesen des Mandanten, der seine Prozessaussichten vom Anwalt gern mit einer eindeutigen Prozentzahl beziffert hätte.

Entschärft wird die Auslegungsfähigkeit des Gesetzes aber dadurch, dass die obersten Bundesgerichte durch ihre Rechtsprechung Vorgaben zur Auslegung unbestimmter Rechtsbegriffe machen, an die sich die meisten Richter der unteren Gerichte auch halten, um die „Rechtssicherheit“ zu fördern. Vertritt der Richter der ersten Instanz abweichende Rechtsmeinungen, wird das Urteil meist im Berufungsverfahren korrigiert.

Die umfangreiche Rechtsprechung zu recherchieren und auszuwerten ist deswegen eine wichtige Aufgabe des Anwalts.

Trotzdem bleiben unbestimmte Rechtsbegriffe gepaart mit richterlicher Unabhängigkeit ein unvermeidbarer Unsicherheitsfaktor.

Der/die Richter/in war nicht dabei

Das Recht bietet Lösungen für bestimmte Sachverhalte, also tatsächliche Umstände. Häufig ist aber der Sachverhalt zwischen den Beteiligten umstritten. War die Ampel rot oder grün? Hat der Arbeitnehmer Überstunden gemacht oder nicht? War die Maschine schon bei der Auslieferung kaputt, oder hat der Käufer sie falsch bedient?

Vor Gericht muss in diesen Fällen zunächst der Sachverhalt herausgearbeitet werden, der dem Urteil zu Grunde gelegt wird. Im Zivilrecht ermittelt das Gericht diesen Sachverhalt aber nicht selbst, sondern die Beteiligten müssen Beweise liefern. Dies ist vielen Mandanten nicht bewusst; sie gehen davon aus, dass das Gericht selbst die Wahrheit erforscht.

Das Gesetz gibt einige Beweisregeln vor. Grundsätzlich muss jeder das beweisen, was für ihn günstig ist. Daneben gibt es in vielen Gesetzen Beweisregeln, die von diesem Grundsatz abweichen und die Beweislast abändern oder sogar umkehren.

Viele Prozesse entscheiden sich an der Beweislastverteilung, weil es z.B. für ein Vier-Augen-Gespräch zwischen den Kontrahenten keine Zeugen gibt oder weil es Zeugen gibt, die etwas anderes aussagen, als erwartet.

Die Beweisregeln führen dazu, dass manchmal ein falscher Sachverhalt dem Urteil zu Grunde liegt und nicht der das Recht bekommt, der objektiv Recht hat.

Darum ist am Anfang eines Rechtsstreit der Ausgang selten präzise vorhersagbar.

Wir bieten keine Wahrsagerei, aber wir haben Einfluss auf den Prozess und stellen alle verfügbaren Weichen in Richtung Ihres Erfolgs.

Klassenkampf

Ich bin kein Klassenkämpfer und keine Ideologe. Ich vertrete Arbeitgeber und Arbeitnehmer, Geschäftsführer und Gesellschaften. Das Gesetz gilt für alle Beteiligten gleich und die Idee, dass eine Seite immer im Recht sei und die andere immer im Unrecht, wäre naiv. Ich vertrete strikt die Interessen meines jeweiligen Mandanten - sonst nichts.

Genderneutralität

Die LeserInnen, die diesen FAQ-Text aufrufen, haben mit Sicherheit bemerkt, dass wir auf dieser Seite unsere Texte weitgehend nicht genderneutral formuliert haben. Wir schreiben "Arbeitnehmer und Unternehmer" statt "ArbeitnehmerInnen und UnternehmerInnen".

Bei allen, die sich dadurch diskriminiert fühlen, bitten wir um Nachsicht. Wir haben eine genderneutrale Version unserer Texte ausprobiert, aber sie hat sich als unlesbares stilistische Ungeheuer erwiesen.

Sobald unsere SprachwissenschaftlerInnen eine lesbare Form für genderneutrale Sprache entwickelt haben, sind wir dabei - versprochen. Bis dahin bleiben wir aber bei dem generischen Maskulinum und meinen damit alle denkbaren Geschlechter und wir begrüßen auch alle gleich gern als MandantInnen (w/d/m).